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Bananen - täglich krumme Dinger...

 

Die Banane ist eine der ältesten und auch beliebtesten Kulturpflanzen der Menschheit.  In den Anbaugebieten gibt es auf riesigen gerodeten Urwaldflächen nichts als Bananenpflanzen.   Mehr als 85 Länder sind an der Produktion der gelben Frucht beteiligt. Mehrere Millionen Menschen versuchen täglich, von ihrem Handel zu leben.  Auch wenn sich das Geschäft mit der beliebten Frucht für einige lohnt, bringt es für hunderttausende Opfer in den südlichen Anbauregionen keinen Gewinn.

 

  • Schon seit seinen Anfängen vor über 100 Jahren wird der weltweite Bananenhandel zu zwei Dritteln von wenigen internationalen Konzernen  kontrolliert. Diese Fruchthandelsriesen haben erheblichen Einfluss auf die Geschicke einiger Anbauländer. Sie bestimmen die Arbeitsbedingungen, Preise und sogar die Politik (sog. „Bananenrepubliken“). Doch damit ist die Einflussnahme noch nicht beendet: Der Konzern Chiquita gab kürzlich auch die Unterstützung von paramilitärischen "Todesschwadronen" in Kolumbien zu.
  • Bananen sind heute billig wie nie zuvor. Der Weltmarktpreis ist in den letzten zehn Jahren jährlich gesunken. Ursache dafür ist neben der weltweiten Überproduktion besonders auch die Verhandlungsmacht großer Supermarktketten. Der Einfluss auf den Marktpreis durch die oben genannten Bananenhandelskonzerne manifestiert sich in ihrer Beziehung zu den eigentlichen Bananenproduzenten, wo sie sich gegenseitig in Bezug auf Produktionskosten, ökologische Standards und Arbeitnehmerrechte unterbieten.  

Etwa 40% der weltweit exportierten Bananen gelangen in die EU.  Jede zehnte exportierte Banane wird in Deutschland verzehrt. Die großen Importeure können in Europa dabei einen Zusatzgewinn abschöpfen, da in der EU das Preisniveau um 38 % über dem Weltmarkt liegt.  Doch was kommt davon bei den eigentlichen Arbeitern an?

  • Die Arbeit auf Bananenplantagen ist hart und wird schlecht bezahlt. In der Regel drücken die Plantagenbesitzer die Arbeiter unter die gesetzlichen Mindestlöhne. Die Bananenarbeiter haben zumeist Kurzzeitverträge oder sind Tagelöhner.

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Landesbeispiel Ecuador:

In Ecuador, wo 350.000 Menschen auf Bananenplantagen arbeiten, wird das Recht auf gewerkschaftliche Mitbestimmung vielfach umgangen: Ab 30 Arbeitern sind Gewerkschaften nach Landesrecht zulässig. Viele Plantagen beschäftigen daher Subunternehmer, die ihrerseits weniger als 30 Arbeiter beschäftigen.  Die Arbeiter haben keine Rechte, keine Sozialversicherung, ihre Familien verarmen.

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  • Doch für die ArbeiterInnen und ihre Familien sind besonders auch gesundheitliche Schäden eine tägliche Katastrophe. In den Monokulturen der großen Plantagen werden Pflanzenpestizide per Flugzeug aus der Luft oder direkt von Hand auf die Pflanzen gesprüht.  Die Pestizid-Flugzeuge sprühen ihre Ladung auch dann auf die Plantagen, wenn Arbeiter in den Anpflanzungen sind.  Teile der Gifte werden u.a. auch auf die Häuser der Plantagenarbeiter und ihrer Familien verweht und gelangen in das Trinkwasser.  In den Familien der Bananenarbeiter sind Unfruchtbarkeit, Krebs und Missbildungen bei den Kindern weit verbreitet. 

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Pestizide für die Produktion

Jedes Jahr werden aufgrund ärmlicher Arbeitsbedingungen Millionen Menschen durch Pestizide vergiftet. Nach Schätzungen der Gesundheitsorganisation WHO überleben davon Jahr für Jahr über zwei Millionen Menschen ihre Vergiftungen nicht.  Und die Opferzahlen steigen drastisch an. Da zudem die Dunkelziffer sehr hoch ist, kann man von einer erheblich höheren Anzahl von Vergiftungen und Todesfällen ausgehen, als in verschiedensten Studien angegeben. 

 

 

Was kann ich tun?

  • Allein du als Kunde bestimmst mit deinem alltäglichen Einkauf, wie Produkte produziert werden und wie nicht!  Hier kannst du verantwortliche Unternehmen mit einer Mail auffordern, Arbeitsbedingungen zu verbessern: > markenfirmen.com (unter "Firmen" im Menü links finden sich die Webadressen)!
  • Mit deiner alltäglichen Kaufentscheidung kannst du den Unternehmen die Richtung ihres Handelns vorgeben, jeden Tag. Fair produzierte Bananen helfen allen Beteiligten ein menschenwürdiges Leben zu führen. Wo bekomme ich faire Bananen? Kommt mein Geld bei fairem Handel wirklich bei den Bauern an? Wie erkenne ich fair gehandelte Produkte? > Informationen hier!

  • > Unterstütze Sukuma!

 

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 Text-Quellen

 

 

 
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