Teilweise wird selbst erkrankten ArbeiterInnen der Besuch beim Arzt untersagt: bleibende Gesundheitsschäden oder sogar Todesfälle sind die Folge. Wer protestiert, wird entlassen. Meist werden die ArbeiterInnen nur wenige Jahre dort beschäftigt und dann durch „unverbrauchte“ und leichter zu kontrollierende jüngere Nachfolger ersetzt.
Betrug die Anzahl der in solchen exterritorialen, rechtsfreien Gebieten arbeitenden und lebenden Menschen 1986 noch 1,3 Mio. so waren es im Jahre 2002 bereits 43 Millionen Menschen. Diese Zonen werden von Unternehmen in Anspruch genommen, weil sie von den oben genannten Zuständen in Verbindung mit Streikverboten und Zollfreiheit, geringen Umweltschutzauflagen sowie billigen Transportmöglichkeiten profitieren. Die Produktionsstandorte werden dorthin verlagert, wo die „günstigsten“ Produktionsbedingungen herrschen. In Guatemala werden diese Unternehmen auch „Schwalben“ genannt, weil sie innerhalb weniger Tage oder Wochen abgebaut werden und spurlos verschwinden können, wenn ihnen irgendwo anders auf der Welt noch „günstigere“ Bedingungen geboten werden.